Die Kinderprojekte eines Jahres

ZopfpulliZopfpulli - Größe 98

Und gleich noch ein Zopfpulli - diesmal für mein Töchterchen.

Wir haben einen sehr niedlichen Karorock mit dazu passender wollweißer Strukturstrumpfhose geerbt, nur leider war kein passendes Oberteil dazu vorhanden. Für mich stand aber sofort fest, dass ein rustikaler Pulli mit Zopfmuster perfekt zu diesem Rock passen würde.

Die Entscheidung, dass so ein Pulli nötig ist, ist schon länger gefallen. Kurz vor Weihnachten (da wollte ich der jungen Dame nämlich den Rock anziehen) habe ich dann doch angefangen, ihn endlich zu stricken.

Und ehe ich mich richtig versah, war er auch schon fertig - am ersten Tag Rücken und 1/3 Vorderteil, am zweiten Tag restliches Vorderteil, Kragen, ein Ärmel (inkl. einnähen) und zweiter Ärmel angeschlagen, am dritten Tag der Rest.

Ursprünglich hatte ich ein Modell gefunden, dass ich nacharbeiten wollte. Aber die Diskrepanz zwischen der dortigen und meiner MaPro war so riesig, dass ich lieber gleich komplett selber was gebaut habe. Vom Ergebnis bin ich wirklich überzeugt. In Wirklichkeit (ich hoffe, dass ich auch noch ein gutes Bild mit Kind drinnen machen kann) sitzt der Pullover nämlich sehr gut und wirft keine so merkwürdigen Falten an den Schultern.

Fakten

  • Wolle Rödel Soft Merino, 100% Merinowolle, Lauflänge 100 m / 50 g, 220 g, Farbe 360 (wollweiß)
  • Nadelstärke 4 (Rollränder und Kragen) und 5
  • Maschenprobe: 18 m x 27 r = 10 cm x 10 cm glatt rechts
  • Anleitung: eigener Entwurf
  • Begonnen am: 15. Dezember 2005
  • Fertiggestellt am: 17. Dezember 2005
  • Arbeitszeit: ca. 10 h

Jungs-Kragenblauer Rollkragenschal

Wenn die kleine Schwester so einen Kragen kriegt, muß der große Bruder natürlich auch einen haben.

Am liebsten wäre ihm ja auch ein rosaroter gewesen, aber da hat die Mama gestreikt. Abgesehen davon hätte das zu seiner roten Winterjacke ziemlich merkwürdig ausgesehen. Also konnte ich ihn davon überzeugen, dass blau viel besser passt.

Und außerdem passt der Farbton ganz prima zu der Feuerwehrmannmütze (das blau ist in Wirklichkeit viel jeansiger).

Bisher ist der Besitzer sehr zufrieden damit, die Anleitung zu beiden gibts hier: Rollkragenschal-Anleitung

Fakten

  • Schachenmayr Merino, 100% Merino, Lauflänge 160 m / 50 g, Farbe 0052, 40 g
  • Nadelstärke 3,5 und 4
  • Maschenprobe: 24 m x 36 r = 10 cm x 10 cm glatt rechts
  • Anleitung: eigene Idee
  • Begonnen am: 12. Dezember 2005
  • Fertiggestellt am: 13. Dezember 2005
  • Arbeitszeit: ca. 3 h

Barbie-SetBarbie-Set

Bei der Bestellung bei Handpaintedyarn lag auch ein Knäuel von der Merino worsted. Ein absolutes Traumgarn, watteweich und glänzend, als wäre Seide dabei. Der Strang sollte wohl ein “Lockmittel” sein - über den Webshop darf es nicht vertrieben werden, weil es Exklusivverträge mit Händelern in USA und Kanada gibt, aber Europäer sind davon nicht betroffen.

Und irgendwie müssen die Packer dort geahnt haben, dass ich ein kleines Töchterchen habe, dass alles liebt was pink ist.

Jedenfalls war sofort nachdem das Knäuel das Licht unserer Wohnung erblickt hatte klar, dass daraus irgendwas für die junge Dame werden muß.

Aber zunächst war nicht klar, was daraus werden kann. Es waren 100 g mit einer Lauflänge von ca. 200 m. Viele Möglichkeiten gibts da ja nicht gerade. Bei der klassischen Kombination Schal-Mütze hatte ich die Befürchtung, dass es nicht reichen würde.

Zudem finde ich Schals bei Kindern nach wie vor extrem unpraktisch, auch wenn ich mittlerweile einige gestrickt habe. Jedesmal dieses Gefuddel, bis das Ding sitzt und nach spätestens 10 Minuten muß man alles wieder zurechtziehen.

Gestern dann der geniale Einfall - warum nicht einfach einen großen Rollkragen stricken mit ein bißchen RVO dran, so dass alles unter der Jacke bleibt.

Gesagt getan, Maschen angeschlagen, losgestrickt, fertiggestellt.

Mit der Mütze bin ich noch nicht so ganz glücklich, die ist ein wenig zu kurz geraten. Auftrennen mag ich nicht, also werde ich mir noch was einfallen lassen, wie ich sie optisch ansprechend verlängern kann.

Fakten

  • Merino worsted von Handpaintedyarn in barbie, 100 % Merino, Lauflänge 200 m / 100g, 40 g für den Kragen, 30 g für die Mütze
  • Nadelstärke: 5 und 4,5
  • Maschenprobe: 18 m x 28 r = 10 cm x 10 cm glatt rechts mit Nadelstärke 5
  • Anleitung: eigene Idee
  • Angefangen am: 10. Dezember 2005
  • Fertiggestellt am: 11. Dezember 2005
  • Arbeitszeit: ca. 2 h für den Kragen, ca. 1,5 h für die Mütze

ZopfpulliZopfpulli - Größe 116

Der Sohn meiner Freundin (gleichzeitig der beste Kindergartenfreund meines Juniors) hat sich einen Pullover von mir gewünscht.

Nach Absprache mit meiner Freundin haben wir einen naturfarbenen Zopfpullover ausgesucht - leider hatte der junge Mann eher was im Stil des Little Sack Sweater im Sinn, jedenfalls bunt. Inzwischen ist auch noch eine Neurodermitis-Diagnose gestellt worden, so dass gar nicht klar ist, ob er den Pullover überhaupt tragen kann.

Naja, jetzt ist der Pullover fertig und wir wollen sehen, ob er vor den Augen des jungen Mannes Gnade findet - wenn nicht, passt er auch meinem Sohn ganz prima und gut gefallen tut er mir sowieso. Aber nochmal stricken würde ich ihn sicher nicht - dafür waren es dann doch zu viele Verzopfungen ...

Eine kleine Abwandlung zur Anleitung ist der Kragen. Im Original ist es ein normaler runder Halsausschnitt, meine Freundin hat sich einen breiten Stehkragen gewünscht. Gefällt mir auch besser und im Winter ist es allemal praktisch.

Fakten

  • Allround von Rödel Wolle, 40% Schurwolle, 30% Polyacryl, 30% Polyamid, Lauflänge 125 m / 50 g, 400 g
  • Nadelstärke 2 (italienischer Anschlag), 2,5 (Bündchen) und 3 (Rest)
  • Maschenprobe: 24 m x 32 r = 10 cm x 10 cm, glatt rechts
  • Anleitung: Modell 14 aus “Ingrid - Stricken für Kinder”, Heft 1/2005, Größe 116
  • Begonnen am: 28. Oktober 2005
  • Fertiggestellt am: 10. Dezember 2005
  • Arbeitszeit: ca. 25 h

TritonTriton

Und nochmal ein Modell für den jungen Mann - im Moment kann er gar nicht genug selbstgestrickte Pullover bekommen.

Die Farben hat er sich selber ausgesucht (nachdem ich alle Kombinationen aus lila und pink abgelehnt hatte), blau passt auch sehr gut zu seiner Augenfarbe. Nur für ein Photo wollte er diesmal nicht zur Verfügung stehen.

Das Garn war schon beim Stricken recht weich, ein Durchgang in der Waschmaschine hat aber nochmal deutlich eine Verbesserung gebracht. So ist es meiner Meinung nach auch eindeutig kinderpullitauglich. Der Durchgang in der WaMa hat auch den noch deutlich wahrnehmbaren Essiggeruch verschwinden lassen.

Triton - DetailDie Farben stimmen nicht so ganz, insgesamt ist es etwas dunkler. Aber so kann man das Muster wenigstens halbwegs erkennen. Auf den Ärmeln läuft auch oben in der Mitte jeweils ein Zopf entlang. Recht gut gefällt mir dabei das linke Panel in der Mitte - die Farben wirken dort ganz anders als im glatt rechten Teil an den Rändern. Interessanter Effekt.

Fakten

  • Handpaintedyarn colonia, 100% Wolle, Lauflänge ca. 135 m / 50 g, 360 g in oceanos
  • Nadelstärke 5 (Bündchen) und 6
  • Maschenprobe: 16 m x 24 r = 10 cm x 10 cm glatt rechts
  • Anleitung: eigener Entwurf
  • Begonnen am: 24. Oktober 2005
  • Fertiggestellt am: 28. Oktober 2005
  • Arbeitszeit: ca. 10 h

PabloPablo

Mittlerweile habe ich eine richtige Serienproduktion von Kinderpullis begonnen - Sohnemann würde am liebsten nichts anderes mehr anziehen, als selbstgestrickt. Aber ein größeres Kompliment könnte er mir ja fast nicht machen und deshalb schwinge ich die Nadeln gerne.

Diesmal sollte es ein “echter” Jungspulli werden und - weil das so ziemlich am einfachsten zu stricken ist - ein “Raglan von oben”. Bei Kinderpullis in kleinen Größen verzichte ich dabei auf den tieferen Ausschnitt vorne und nehme gleich die gesamte Maschenzahl auf. Den Tragekomfort beeinträchtigt das nicht wesentlich, aber das Anziehen wird so viel einfacher - man kann ihn gar nicht falsch herum anziehen. Spart morgens einiges an Streß.

Die Streifen sind jeweils genau mittig angeordnet - damit das sowohl bei Ärmel als auch bei Body klappt, habe ich am Body nur zweimal zwei Streifen gemacht, an den Ärmel dagegen dreimal - die zusätzlichen 16 Reihen sind genau der Längenunterschied zwischen Ärmellänge und Gesamtlänge.

Der junge Mann findet den Pullover übrigens “echt cool” und würde ihn am liebsten jeden Tag anziehen.

Das Material ist kein typisches Winterpulli-Material (BW-Poly), so dass ich mit recht dicken Nadeln arbeiten konnte, ohne dass der Pulli viel zu warme für Drinnen wäre. Ich hoffe mal, dass er ihn so fast das ganze Jahr über tragen kann.

Fakten

  • Toscana von Wolle Rödel, 50% Baumwolle, 50% Polyacryl Microfaser, Lauflänge 80 m / 50 g, 270 g sand, 40 g terracotta
  • Nadelstärke 5
  • Maschenprobe: 17 m x 30 r = 10 cm x 10 cm im Strukturmuster
  • Anleitung: eigener Entwurf
  • Begonnen am: 17. Oktober 2005
  • Fertiggestellt am: 24. Oktober 2005
  • Arbeitszeit: ca. 13 h

Kleiner SeemannKleiner Seemann

Resteverwertung die nächste. Letztes Jahr habe ich für meinen Freund einen Pulli aus Jeansgarn gestrickt. Da ich damals so gar nicht wußte, wieviel Garn ich brauchen würde, habe ich vorsichtshalber recht großzügig eingekauft.

Der Effekt: es waren noch fast 250 g übrig, ausreichend für einen Kinderpulli in Größe 110 / 116.

Auf der Suche nach einer Idee, bin ich wieder mal über die Ganseys gestolpert und jetzt ist mein Sohn einen kleiner Seemann - schließlich waren diese Pullis ja traditionell in dunkelblau. Zwar aus Schurwolle und der hier ist aus Baumwolle, aber was solls. Das rechts-links-Muster ist bei der dunkelblauen Wolle leider nahezu unphotographierbar - untenrum ist es eine Runde Rauten, die Passe besteht rechts und links aus Rauten und in der Mitte aus zwei dreireihigen Zackenlinien, die Ärmel haben oben ebenfalls die Rauten.

Noch ist der Pulli nicht gewaschen, so dass ich die endgültige Länge nicht genau einschätzen kann, aber er ist recht großzügig dimensioniert, so dass (bei einer angegebenen Schrumpfung von ca. 5%) eigentlich nichts passieren sollte.

Derzeit bin ich übrigens die Meisterin der Mini-Reste - diesmal waren es genau 70 cm (!) die übrig geblieben sind. Das kann nicht mehr lange dauern und es geht mal schief.

Fakten

  • Blue Jeans von Schachenmayr, 100% Baumwolle, indigogefärbt, Lauflänge 125 m / 50 g, 240 g in dunkelblau
  • Nadelstärke 3,5 und 4
  • Maschenprobe: 24 m x 36 r = 10 cm x 10 cm (ungewaschen)
  • Anleitung: traditioneller Gansey, eigener Entwurf
  • Begonnen am: 4. Oktober 2005
  • Fertiggestellt am: 11. Oktober 2005
  • Arbeitszeit: ca. 15 h

MädchenmützeMädchenmütze

Auch die noch etwas kleineren Schwestern von kleinen Jungs brauchen im Herbst und Winter warme Mützen.

Und weil die zu einer Jacke passende Mütze zu finden irgendwie immer ein Ding der Unmöglichkeit ist (oder vielleicht auch einfach nur viel mehr Zeit kostet, als ich bereit bin zu investieren), habe ich letzte Woche zwei Knäuelchen Wolle gekauft und eine passende Mütze gestrickt.

Gearbeitet ist sie im Prinzip nach dem gleichen Rezept wie die Feuerwehrmannmütze, nur mit 1x1-Rippen und schnelleren Abnahmen.

Materialmäßig wars eine echte Punktlandung - von dem gelben Garn waren noch ungefähr 3 m übrig, vom weißen etwas mehr. Ich hättte jedenfalls keine einzige Runde mehr vor den Abnahmen stricken dürfen, sonst hätte es nicht gereicht.

Fakten

  • Baby-Merino von Wolle Rödel, 100% Merino, Lauflänge 95 m / 25 g, je 25 g wollweiß und zartgelb
  • Nadelstärke 3,25 und 5
  • Maschenprobe: 28 m x 40 r = 10 cm x 10 cm glatt rechts
  • Anleitung: Variaton von der Rippenmütze
  • Begonnen am: 9. Oktober 2005
  • Fertiggestellt am: 10. Oktober 2005
  • Arbeitszeit: ca. 2,5 h

RingelpulliRingelpulli

Nachdem Sohnemann nun beschlossen hat, dass selbstgestrickt Sachen doch nicht kratzen und tragbar sind, kann ich jetzt mit der Produktion kaum schnell genug hinterher kommen.

Das Garn für diesen Pullover hatte ich schon vor etwa einem Jahr gekauft, wegen der konsequenten Ablehnung blieb es allerdings dann unberührt im Korb liegen. Jetzt habe ich es wieder ausgegraben.

Werden sollte daraus ursprünglich dieser Ringelpulli werden, aber da ich mittlerweile größer als angegeben stricken mußte, hätte das Garn nicht mehr gereicht. Deswegen etwas Improvisation. Mir gefällt das Ergebnis aber auch so und so sind auch (fast) keine Rest übrig geblieben. Ansonsten hätte ich von dem dunklen rot wohl fast das ganze Knäuel übrig behalten.

Und das wichtigste - Sohnemann liebt den Pulli, es ist sein Lieblings-Fahrradfahr-Pullover (was auch immer das sein mag ...)

Fakten

  • Stahl Limone, 100% Baumwolle, Lauflänge 125 m / 50 g, 150 g natur, 50 g dunkelblau, 40 g dunkelrot
  • Nadelstärke 3,5
  • Maschenprobe: 24 m x 36 r = 10 cm x 10 cm
  • Anleitung: Variation vom Ringelpulli, Größe 104 / 110
  • Begonnen am: 28. September 2005
  • Fertiggestellt am: 2. Oktober 2005
  • Arbeitszeit: ca. 15 h

FeuerwehrmannmützeFeuerwehrmannmütze

Nachdem Sohnemann schon Feuerwehrmannsocken hat und von dem Garn noch eine Menge übrig war (100 g - 38 g = großer Rest) und er außerdem eine Winterjacke hat, die farblich absolut perfekt dazu passt, gibts jetzt auch eine Feuerwehrmannmütze.

Orientiert habe ich mich dabei an einer Strickmütze, die er vor 2 Jahren mal geschenkt bekam (die war aber gekauft) und ihm supergut gestanden hatte (nur leider mittlerweile viel zu klein ist).

Feuerwehrmannmütze - DetailMit dem Ergebnis bin ich jetzt so zufrieden, dass ich mir überlege, die Anleitung aufzuschreiben. Vor allem die Lösung bei den Abnahmen gefällt mir extrem gut - da ist mir eine Möglichkeit eingefallen, wie trotz der Abnahmen das Muster erhalten bleibt.

Und außerdem habe ich festgestellt, dass es eine absolute Einheitsgröße ist - die Mütze passt von der kleinen Schwester (Kopfumfang 47 cm) bis zum Papa (Kopfumfang 62 cm - dann allerdings ohne Umschlag) jedem in der Familie.

Insgesamt war die Mütze allerdings keine leichte Geburt - bis ich die richtige Nadelstärke und Maschenzahl rausgefunden hatte, waren insgesamt 3 Anläufe nötig ...

Fakten

  • Kammgarn von WollKnoll, 100% Schurwolle, Lauflänge 333 m / 100g, gefärbt mit Ashford-Farben und schwarzer Lebensmittelfarbe, 33 g
  • Nadelstärke 3,25
  • Maschenprobe: 26 m x 40 r = 10 cm x 10 cm im 2re2li-Rippenmuster (leicht gedehnt gemessen)
  • Anleitung: eigene Idee
  • Begonnen am: 20. September 2005
  • Fertiggestellt am: 25. September 2005
  • Arbeitszeit: ca. 4 h (nur für die letzte Version)

Little Sack SweaterLittle Sack Sweater

In letzter Zeit hat mein Sohn öfter nachgefragt, wann ich denn mal wieder was für ihn stricken würde. Ein schöner Erfolg, nachdem er in den letzten zwei Jahren ziemlich vehement alles abgelehnt hat, was ich für ihn produziert habe. Alles kratzte, sogar reine Baumwolle.

Nagut, ich habs dann gelassen und auf diesen Moment gewartet. Und um ganz sicher zu gehen, habe ich ihm dann angeboten, dass er sich das Garn selber aussuchen darf (mit Vetorecht meinerseits - irgend ein glitzeriges Fluddelgarn hätte ich nicht genommen!). Zu meinem Erstaunen wars dann das so ziemlich bunteste Knäuel im ganzen Laden, dass er erkoren hat. Da sage nochmal einer, Männer würden von sich aus nur blau-braun-grau-schwarz tragen ...

Haben wollte er dann “so einen Pulli wie Du, Mama” und meinte damit den Big Sack Sweater. Ich war zunächst etwas skeptisch, ob das auch tatsächlich was für Jungs wäre, aber eine Umfrage hat mich darin bestärkt, dass bei leichten Variationen das ganze durchaus jungstauglich ist. Und auf jeden Fall ist es ein geschlechtsneutrales Teil geworden - die kleine Schwester kann ihn in zwei Jahren auch gut tragen.

Sohnemann mag den Pullover übrigens gerne, er kratzt auch überhaupt nicht, aber für ein Photo zur Verfügung zu stehen, hat er verweigert.

Fakten

  • Siena Big Color von Wolle Rödel, 100% Merino-extrafine, Lauflänge 80 m / 50 g, 325 g in Farbe 14385
  • Nadelstärke 5,5
  • Maschenprobe: 18 Maschen x 27 Reihen = 10 cm x 10 cm
  • Anleitung: Big Sack Sweater - Variation davon, Größe 104/110, Basis war die Anleitung für die kleinste Größe
  • Begonnen am: 7. September 2005
  • Fertiggestellt am: 21. September 2005
  • Arbeitszeit: ca. 14 h

Lisa-JackeLisa-Jacke

Dabei handelt es sich nur um einen Kinderpulli im weiteren Sinne - meine Tochter zieht in ihrer Puppe an. Diese wurde übrigens von der Oma auf den schönen Namen Lisa getauft.

Lisa ist ein richtiges Baby mit fast richtigen Baby-Massen - 48 cm lang und 35 cm Kopfumfang. Und sie wird heiß geliebt, angezogen, ausgezogen, gewickelt, gewaschen, rumgetragen, mit ins Bett genommen. Von meinem Sohn kenne ich sowas gar nicht, scheint sich also um ein Mädchen-Gen zu handeln.

Gestrickt ist die Jacke aus Resten vom Polo Pulli, zunächst die Ärmel - Bündchen, Perlmuster, dann glatt rechts, Passe wieder im Perlmuster. Dann unten rum Maschen aufnehmen und nach unten dranstricken - ein bißchen wie Klaralund auch. Der Verschluß der Jacke ist seitlich versetzt, ähnlich wie bei dem Babyset, aber mit einer Knopfleiste am ganzen Vorderteil, weil es so besser zubleibt.

Töchterchen findet die Jacke übrigens “schick” und heute haben wir noch passende Marienkäfer-Knöpfe dazu erstanden. Mal sehen, wann ich die auch tatsächlich einnähe ...

Fakten

  • Bändchengarn von der Wolle-Halle, 50% Baumwolle, 50% Acryl, Lauflänge 165 m / 50 g,  65 g rot
  • Nadelstärke 3,5
  • Maschenprobe: 24 m x 36 r = 10 cm x 10 cm
  • Anleitung: eigener Entwurf
  • Begonnen am: 29. August 2005
  • Fertiggestellt am: 18. September 2005
  • Arbeitszeit: ca. 8 h

Marsupial-KindertascheKindertasche - ungefilztMarsupial Tote - Kinderversion - gefilzt

Von meiner “Marsupial Tote” ist genügend Garn für eine Kinderversion übrig geblieben. Sohnemann hat dieses Exemplar für sich reklamiert - er war der Meinung, dass sein Schwesterchen ja schließlich erst kürzlich den Häkelrucksack bekommen hätte und jetzt er dran wäre.

Um aus der Anleitung eine Kinderversion zu basteln, habe ich zunächst das Garn nur einfach genommen, dann 4 Maschen weniger angeschlagen und 4 Reihen weniger gestrickt. Die Zunahmen habe ich wie bei meinem Exemplar ergänzt und eine Länge gemacht, die hoffentlich hinterher halbwegs passt. Mal sehen.

Sohnemann hat angemeckert, dass seine Tasche kein “Anhängsel” hat so wie meine - ein winziger Rest Garn, der vielleicht noch für eine Mini-Anhängselchen reicht. Aber wenn es ihn glücklich macht ...

Achja, es waren zwei Durchgänge bei 40° mit Jeans und Handtüchern nötig.

Fakten

  • Schafwolle von Wolle Rödel, 100% Schurwolle, ungefärbt (gefärbt mit Ostereierfarben), Lauflänge 100 m / 50 g, 50 g
  • 5 (fürs kleine Täschchen)
  • Maschenprobe: nicht nachgemessen
  • Anleitung: Meema’s Felted Marsupilami Bag aus “Stitch’n Bitch” diente als Grundlage
  • Begonnen am: 15. August 2005
  • Fertiggestellt am: 16. August 2005
  • Arbeitszeit: ca. 1,5 h

Kindermütze

KindermützeUnd jetzt das erste Strickstück aus selbstgesponnener Wolle - ich bin ja sooo stolz auf mich.

Das Garn hatte sich Töchterchen selbst ausgesucht - kaum war der Strang fertig hatte sie ihn mit “meiner Wolle” für sich reklamiert. Aber ich finde, die Farben stehen ihr auch ganz hervorragend. Und für eine Kindermütze war es auch mehr oder weniger gerade mal genug (ein kleiner Rest ist geblieben).

Die “Anleitung” ist ganz einfach. Ausreichend Maschen (in diesem Fall 48) anschlagen, 4 Runden kraus rechts, dann 12 cm hoch arbeiten (ich hab ein kleines re-li-Muster eingestrickt, aber das sieht man sowieso kaum). Gleichmäßig verteilt 6 Abnahmestellen, 4 x in jeder 2. Runde und 3 x in jeder Runde und die verbleibenden 3 Maschen zu einer I-Cord verarbeiten, ca. 12 cm lang stricken, verknoten.

Einfach aber effektvoll - und Töchterchen gefällt die Mütze auch, sie schleppt sie nämlich immer wieder an und setzt sie sich auf.

Fakten

  • 100% Wolle, aus dem bunten Wollmix von WollKnoll, selbstgesponnen und 2fach verzwirnt, ca. 40 g
  • Nadelstärke 6
  • Maschenprobe 14 Maschen = 10 cm
  • Anleitung: siehe oben
  • Begonnen am: 12. August 2005
  • Fertiggestellt am: 13. August 2005
  • Arbeitszeit: ca. 2 h

Babyset “Rebecca”Babyset

Für das Baby von Freunden brauchts natürlich das passende Willkommensgeschenk - und das kann natürlich nur selbstgestrickt sein.

Vorbild für das Jäckchen war der Baby Surprise Sweater von Elizabeth Zimmermann. Die Anleitung habe ich zwar nicht, aber intensive Suche per google hat immerhin ausreichend Infos ergeben, dass ich zumindest was ganz ähnliches nachstricken konnte. Das witzige an der Anleitung ist, daß alles in einem Stück gestrickt wird, die Anschlagkante sind dabei die beiden Ärmelbündchen und die hintere Nackenlinie - schwer zu erklären aber eine äußerst clevere und variable Konstruktion. Es lässt sich ziemlich problemlos auf jede Größe umrechnen.

Besonders gut kommt die Konstruktion vermutlich zur Geltung, wenn man das ganze gestreift strickt. Werde ich vielleicht mal für Töchterchen wiederholen.

Die Mütze ist eine Standardkonstruktion mit verkürzten Reihen. Oben rum um das Loch habe ich dann einige Runden glatt rechts gestrickt, die sich nach außen kringeln.

Jetzt fehlen noch die Knöpfe zur Jacke und passende Schühchen.

Bei der Auswahl der Wolle wußte ich übrigens noch nicht, obs Junge oder Mädchen wird, deshalb die neutrale Farbe (die mir aber eigentlich sowieso am besten gefallen hat - jedenfalls besser als die ganzen babypastelltöne sonst).

Fakten

  • Baby-Merino von Wolle-Rödel, 100% Merino superwash, Lauflänge 95 m / 25 g, 100 g für die Jacke, 40 g für die Mütze
  • Nadelstärke 3
  • Maschenprobe: 28 m x 56 r = 10 cm x 10 cm kraus rechts
  • Anleitung: frei nach dem Baby Surprise Sweater, Mütze mit 10 Wedges, Anschlag 42 Maschen, 10 Verkürzungen / Wedge
  • Begonnen am: 19. Juli 2005
  • Fertiggestellt: 23. Juli 2005
  • Arbeitszeit: ca. 10 h für die Jacke, ca. 4 h für die Mütze

Häkelrucksack

Jetzt hats mich doch auch erwischt - der Häkelpatchvirus.

Überall gabs so schöne bunte Taschen zu sehen und Töchterchen hat ständig den Kindergartenrucksack vom großen Bruder geklaut. Gabs eine näherliegende Lösung.

Und das Ergebnis gefällt mir so gut, daß ich jetzt schwer am Grübeln bin, ob ich nicht auch sowas brauche ...

Die junge Dame ist sich übrigens noch nicht zu 100% sicher, ob ihr der Rucksack gefällt, die Farben sind aber perfekt (hat sie sich ja schließlich auch selber ausgesucht ...) Und immerhin hat das Stück schon das Prädikat “ssssick” erhalten - derzeit eines der wichtigsten Wörter überhaupt. Mädels!.

 

 

 

Fakten

  • Anchor Magicline, Farbe 1462 (1 Knäuel), 1440, 1468 und 1466 (je ca. 1/2 Knäuel), 100% Baumwolle, Lauflänge 70 m / 50 g
  • Häkelnadel 3,5
  • Maschenprobe: 20 fm = 10 cm
  • Anleitung: eigene Idee, 12 Patches à 3 Runden Stäbchen
  • Begonnen am: 1. Juli 2005
  • Fertiggestellt am: 3. Juli 2005
  • Arbeitszeit: ca. 4 h

Flower Fairy TascheFlower Fairy - Tasche

Und damit ist das Ensemble jetzt komplett und kann auf die Reise gehen.

Das Thema Blüte habe ich nochmal aufgenommen (gleiche Blüte wie am Hut), die weiße Umrandung ebenfalls. Zumindest Hut und Tasche passen so meiner Meinung nach sehr gut zusammen und können so auch noch kombiniert werden, wenn die Jacke schon nicht mehr passt.

Die grundsätzliche Taschenform gefällt mir gut, aber Stäbchen sind wohl nicht 100% geeignet - feste Maschen wäre besser gewesen. So ist es jedenfalls ziemlich “floppy” und kaum stabil. Festgestellt habe ich das aber erst, nachdem ich schon fast komplett fertig war und zum nochmal auftrennen hatte ich keine Lust. Auch wenn es ein Geschenk ist - es ist für ein 3jähriges Mädchen. Zum Prinzessinnen-Ausgeh-Outfit gehört sowas dazu, aber wirklich “benutzt” wird sie dann doch nicht.

Fakten

  • Millefili von Wolle Rödel, Farbe 5971 (orange), 100% Baumwolle, Lauflänge 130 m / 50 g, Farbe 5971 (orange) 50 g, Farbe 5980 (weiß) 15 g
  • Häkelnadel 3,5
  • Maschenprobe: 24 feste Maschen x 24 Reihen = 10 cm x 10 cm
  • Anleitung: eigene Idee
  • Begonnen am: 25. April 2005
  • Fertiggestellt am: 26. April 2005
  • Arbeitszeit: ca. 4 h

Flower Fairy HutFlower Fairy Hut

Und weil eine richtige junge Dame auch eine passende Kopfbedeckung braucht, habe ich noch einen Hut dazu gehäkelt.

Der Hut ist übrigens tatsächlich so groß, wie er wirkt. Obwohl er für eine 3jährige ist, passt er mir ebenfalls fast. Hoffen wir, daß er nicht so schnell zu klein wird, dann wäre die Behandlung im letzten Jahr erfolgreich gewesen.

Die Blüte ist eine kleine Variation von den Jackenblüten, so daß Hut und Jacke gut zusammenpassen sollten.

Fakten

  • Millefili von Wolle Rödel, Farbe 5971 (orange), 100% Baumwolle, Lauflänge 130 m / 50 g, Farbe 5971 (orange) 110 g, Farbe 5980 (weiß) 20 g
  • Häkelnadel 3,5
  • Maschenprobe: 24 feste Maschen x 24 Reihen = 10 cm x 10 cm
  • Anleitung: frei nach dem Floppy Brim Hat
  • Begonnen am: 23. April 2005
  • Fertiggestellt am: 24. April 2005
  • Arbeitszeit: ca. 5 h

Flower FairyFlower Fairy

Eine Blumenjacke für eine kleine Prinzessen - das macht so richtig Spaß zu häkeln. Auch wenn Häkeln sonst nicht meine große Leidenschaft ist.

Das Ganze ist eine Art Gemeinschaftsprojekt mit meiner Schwägerin - sie bezahlt das Garn, ich häkle und unsere Töchter (knapp 1,5 Jahre Altersunterschied) bekommen die Jacke dann nacheinander anzuziehen. So macht eine Auftragsarbeit dann doch Spaß.Flower Fairy - Anfang

Da die Jacke in lauter Einzelblüten gehäkelt wird, die dann gleich unterwegs miteinander verbunden werden, gabs ziemlich viele Fäden zu vernähen. Um den Frust am Ende in Grenzen zu halten, habe ich reihenweise vernäht - eine Reihe Blüten häkeln und anschließend Fäden ab. Das waren dann zwar auch jedesmal zwischen 8 und 28 Enden, aber immerhin “nur”. Zum Schluß wären es wohl eher 300 gewesen - ich hab die Gesamtzahl an ganzen, halben und dreiviertel Blüten lieber nicht genau zusammengezählt, aber irgendwas um die 150 Stück dürften es gewesen sein ...

Flower Fairy - BlüteDas Garn ist ganz toll für das Projekt geeignet. Gut zu verarbeiten und es hat einen wunderschönen Glanz, der in der Blüte ganz gut zu erkennen ist (soweit ein Monitor Schimmer überhaupt rüberbringen kann).

Flower Fairy - halber RückenUm die Motivation hochzuhalten, eine kleine Dokumentation des Fortschrittes - der Rücken ist knapp zur Hälfte fertig. Bis jetzt geht alles noch superflott. Ich hoffe mal sehr, daß die Begeisterung noch für mindestens 2 Wochen anhält, dann sollte das Meiste geschafft sein - der Geburtstag ist nicht mehr weit und manchmal kommt der wirklich warme Teil des Sommers früher als man denkt ...

Fakten

  • Millefili von Wolle Rödel, Farbe 5971 (orange), 100% Baumwolle, Lauflänge 130 m / 50 g, 330 g
  • Häkelnadel 3,5
  • Maschenprobe: 1 Blüte = ca. 6 cm Durchmesser
  • Anleitung: Blumenjacke
  • Begonnen am: 4. April 2005
  • Fertiggestellt am: 14. April 2005
  • Arbeitszeit: ca. 20 h

PelePele

Benannt ist der Pulli nach der hawaiianischen Vulkan- und Feuergötting Pele - welcher Name könnte für bei einer Garnfarbe namens volcan passender sein? Insgesamt ist das eine ziemlich farbenfrohe Angelegenheit: von leuchtendem magenta zu knalligem orange, die Digicam kann die Farben gar nicht so rüberbringen, vor allem nicht den leichten Glanz des Garnes.

Bisher macht es ziemlich viel Spaß das Ganze zu stricken, auch wenn ich vom ersten Ärmel ziemlich viel wieder aufziehen mußte, weil ich mich irgendwo gnadenlos verrechnet hatte und er gute 10 cm zu lang war. Durch die Konstruktionsweise mußte leider deutlich mehr wieder aufgezogen werden, um das Zuviel irgendwo in der Mitte wieder rauszuholen. Gestrickt ist der Pullover nämlich in Runden von oben als eine Art RVO - allerdings sind die Raglanzunahmen nicht an der Schrägung sondern vorne und hinten in der Mitte und oben auf den Ärmeln - die Strickrichtung sollte auf dem Bild zu erkennen sein. Um einen vorne geraden Abschluß am Ärmel zu bekommen, mußte deshalb am Ende in Reihen unten rum gestrickt werden. Klingt komplizierter, als es ist. Jetzt sollte die Ärmellänge aber ganz gut hinkommen und der Pulli ohne allzu viel Gekrempel angezogen werden können.

Um nicht hinterher, wenn ich mit Nadelspiel arbeiten muß, soviel Gewicht am Pulli hängen zu haben, habe ich diesmal die Ärmel vor dem Body gestrickt - bisher hat es sich bewährt. Die Ärmel werde ich jetzt für den Body einfach durch den Halsausschnitt nach innen stecken, so daß auch dann nicht allzu viel Gewurschtel ein sollte. Mal sehen, ob sich diese Vorgehensweise bewährt.

Die Vorgehensweise hat sich definitiv bewährt. Die fertigen Ärmel habe ich nach innen gezogen und den Body so fertig gestrickt. Auf diese Weise hingen die Ärmel nicht im Weg herum und haben die Strickerei unnötig behindert. Ich denke, ich werde RVO’s in Zukunft nur noch so stricken.

Fakten

  • Phil’Ondé von Phildar in volcan und cappucine, 82% Polyacryl, 13% Baumwolle, 5% Polyester, Lauflänge 112 m / 50 g, 100 g volcan und 120 g cappucine
  • Nadelstärke 3,5
  • Maschenprobe 22 Maschen x 33 Maschen = 10 cm x 10 cm
  • Anleitung: eigener Entwurf
  • Begonnen am: 30. März 2005
  • Fertiggestellt am: 5. April 2005
  • Arbeitszeit: ca. 15 h

Pearls II

Nachdem die erste Verison des Pullovers so gut gelungen ist, gibts eine zweite Version davon - diesmal für meine Nichte. Die junge Dame ist etwa 1,5 Jahre älter als meine Tochter und braucht das gute Stück etwa 2 Nummern größer. Daß ich den Pulli für sie nochmal gestrickt habe, war natürlich völlig uneigennützig. Ich sollte noch kurz darauf hinweisen, daß ich von meiner Schwägerin viele Klamotten erbe ...

Da sich bei den ersten Trageversuchen von Pearls I herausstellte, daß die Ärmel sehr reichlich sind, habe ich sie hier nicht verlängert. Intensiveres Studium von diversen Strickanleitungen hat auch ergeben, daß ich beim ersten Pulli doch ziemlich großzügig war. Man kann zwar krempeln, aber es ist ja schade, wenn die Perlchen so völlig verschwinden.

Diesmal habe ich farblich passende Perlen verwendet - der Glitzereffekt ist also wieder nur sehr dezent. Die junge Dame, die den Pullover bekommt, war trotzdem ganz begeistert. In der Beziehung sind Mädchen anscheinend wirklich alle gleich, scheint irgendwie genetisch bedingt zu sein. Meiner Schwägerin hat er aber auch sehr gut gefallen. Sie kann zwar selber sehr gut stricken, hat aber ein “Fertigstellungsproblem” - den Kinderpulli, an dem sie aktuell strickt, hat sie schon 2 mal wieder aufgezogen, weil das Kind mittlerweile zu groß dafür ist.

Auf der Detailaufnahme sind die Blumen etwas besser zu erkennen - es handelt sich einfach um 6 Kreise, die rund angeordnet sind. Wirklich sehr einfach, aber ich finds auch ganz wirkungsvoll.

Fakten

  • Regia Cotton Surf Color, Farbe 5411 (rosso), 41% Schurwolle, 34% Baumwolle, 24% Polyamid, Lauflänge 400 m / 100 g, 220 g, Rocailles von Gütermann, Farbe 4845, ca. 2.304 Stück
  • Nadelstärke 3
  • Maschenprobe 28 m x 42 r = 10 cm x 10 cm
  • Anleitung: eigene Idee, wird noch aufgeschrieben
  • Begonnen am: 20 März 2005
  • Fertiggestellt am: 28. März 2005
  • Arbeitszeit: ca. 22 h

Pearls IPearls I

Töchterchen ist gewachsen und braucht eine neue Garderobe. Da ich die Farben dieses Sockengarns so schön fand, bin ich auf die Suche nach Restknäueln gegangen (eigentlich war das Garn bereits vergriffen, aber ich bin hartnäckig).

Da es ein richtiger Mädchenpulli werden sollte, mußte natürlich ein bißchen Glitzer sein. Nach den Erfahrungen mit den Perlensocken, fand ich es eine gute Idee, Rocailles einzustricken. Das Baumwoll-Sockengarn ist zwar einen Tick dicker, aber es geht so gerade noch. Die Perlen sind richtig eingestrickt, d.h. sie sitzen auf dem rechten “Arm” der Maschen. Sie liegen dadurch im Gestrick und nicht obenauf, wie bei der Faden-vor-der-Arbeit-Methode. Allerdings sitzen sie so auch fester an der Stelle und nur leicht rausstehende Perlen finde ich bei einem Kleinkinder-Pullover sowieso besser, weil so die Wahrscheinlichkeit, daß die Trägerin irgendwo hängen bleibt oder allzu sehr dran rumzupft geringer wird. Das Muster soll Blumen darstellen. Von der Kamera lässt sich das Glitzern leider nur sehr schlecht einfangen, es ist auch in Natura einigermaßen dezent.

Mir gefällt es jedenfalls gut, so wie es ist, und Töchterchen war heute auch ganz angetan davon. Mal sehen, ob sie den Pullover dann auch mag ... Ich bin da mittlerweile vorsichtig geworden.

Fakten

  • Regia Cotton Surf Color, Farbe 5410 (provence), 41% Schurwolle, 34% Baumwolle, 25% Polyamid, Lauflänge 400 m / 100 g, 180 g, Rocailles von Gütermann, Farbe 1030, ca. 1.920 Stück
  • Nadelstärke 3
  • Maschenprobe 28 m x 42 r = 10 cm x 10 cm
  • Anleitung: eigene Idee, wird noch aufgeschrieben
  • Begonnen am: 9. März 2005
  • Fertiggestellt am: 19. März 2005
  • Arbeitszeit: ca. 17 h

Bear Claw Blanket

Eigentlich boykottiert mein Sohn ja alle meine Strickereien - “Mama, das kratzt!”. Eine Kuscheldecke wünscht er sich aber trotzdem, weil die kleine Schwester sowas auch hat. Und da er ein Riesen-Bären-Fan ist, ist eine Bärentatzen-Decke natürlich perfekt.

Bear Claw Blanket - alle Fäden eines PatchesWährend des ersten Patches kam ich allerdings ins Grübeln, ob ich mir das wirklich antun will ...

Pro Patch bleiben ungefähr 90 Fäden zu vernähen - und die ganze Decke besteht aus 9 Patches. Dazu kommen dann noch diverse Streifen und Ecken für die Verbindung und Umrandung. Grob geschätzt blieben da knapp 1.000 Fäden übrig.

TAUSEND!

Ich habs zum ersten Mal mit einweben der Fäden probiert, weil ansonsten wäre diese Decke garantiert zum UFO mutiert. Und was soll ich sagen, es klappt hervorragend, sieht ordentlich aus und geht sogar recht zügig. Und zudem habe ich das Gefühl, daß die verwebten Fäden fester sitzen als die normal vernähten Fäden.

Bear Claw Blanket - erster PatchDie meisten Fäden auf diesem Bild sind bereits “vernäht” nur noch nicht abgeschnitten. Das wird noch eine größere Aktion, weil ich genau aufpassen muß, daß ich nicht aus Versehen einen nicht eingewebten Faden mit abschneide.

Von vorne kann man das Muster doch besser erkennen. Gearbeitet wird jeder Patch in 29 (!) Teilstücken, 16 davon zweifarbig. Gebraucht habe ich dafür irgendwas zwischen 6 und 7 h (grob geschätzt). Diese Decke ist wohl nur für recht ausdauernde Stricker(innen) zu empfehlen. Ich werde sie wohl in kleinen Häppchen stricken - immer mal wieder ein Patch und dazwischen eine Pause.

Bear Claw Blanket - der erste StreifenMittlerweile sind die ersten drei Patches fertig und auch bereits mit den entsprechenden Mittelstreifen (20 Reihen kraus rechts in creme) verbunden. Das war schon eine ziemliche Näherei - leider kann man ja nur aus einer Seite rausstricken, an die andere muß dann wohl oder übel angenäht werden. Richtig lustig wird das wohl, wenn zwei Streifen miteinander verbunden werden müssen - das sind dann 230 Maschen, die angenäht werden müssen ...

Aber bisher gefällt mir die Decke sehr gut, sie ist schön weich, das Garn lässt sich gut verarbeiten und sie lässt sich prima in kleinen “Happen” verarbeiten, so daß man immer wieder kleine Erfolge sieht.

 

Kinderpullis - 2005

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letzte Änderung: 26 Dezember, 2005